Lexmark 55B0ZA0 Fotoleiter, 1 St.
Art.-Nr. ST250211
- Marke: Lexmark
- Verpackung: St.
- Hersteller-Nr.: 55B0ZA0
- KategorieFotoleiter
- EAN734646710091
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Lexmark Fotoleiter, Photoconductor Kits und Imaging Units für Schwarzweiß- und Farblaserdrucker – getrennt vom Toner wechselbar, für gleichmäßig scharfe Ausdrucke über die ganze Gerätelaufzeit.
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Kaufratgeber · Lesezeit ca. 7 Min.
Fotoleiter richtig auswählen
Wer einen Laserdrucker von Lexmark betreibt, stößt früher oder später auf den Begriff Fotoleiter. Gemeint ist die lichtempfindliche Belichtungseinheit, die bei anderen Herstellern Bildtrommel heißt. Sie wird getrennt vom Toner gewechselt, hält ein Vielfaches seiner Reichweite und ist entscheidend für ein sauberes, gleichmäßiges Druckbild. Dieser Ratgeber erklärt die Lexmark-Begriffe, zeigt, wie Sie den passenden Fotoleiter finden, und hilft, Druckfehler richtig zuzuordnen.
Das Herzstück ist eine Walze mit einer photoleitfähigen Beschichtung. Im Dunkeln hält diese Schicht eine elektrische Ladung, unter Licht verliert sie sie an genau der belichteten Stelle. Der Druckvorgang läuft daher in einer festen Abfolge ab:
1. Aufladen: Eine Laderolle lädt die Oberfläche gleichmäßig auf. 2. Belichten: Der Laserstrahl „schreibt“ das Seitenbild, indem er Ladung an den gewünschten Stellen abbaut. 3. Entwickeln: Tonerpartikel haften nur dort, wo das latente Bild entstanden ist. 4. Übertragen: Das Tonerbild wird auf Papier oder – bei Farbgeräten – auf ein Transferband übertragen. 5. Reinigen: Eine Klinge streift Restoner ab, damit die nächste Umdrehung sauber beginnt.
Bei jeder dieser Umdrehungen reibt die Reinigungsklinge über die Beschichtung. Sie wird dadurch Schritt für Schritt dünner und verliert ihre Ladungseigenschaften. Genau deshalb ist der Fotoleiter ein Verschleißteil, das nach einer bestimmten Laufleistung ersetzt wird.
Lexmark verwendet je nach Gerätegeneration unterschiedliche Bezeichnungen. Diese Übersicht hilft bei der Zuordnung:
Für die Auswahl ist die genaue Artikelnummer entscheidend. Sie finden sie auf dem eingesetzten Teil, auf der Verpackung des Vorgängers oder im Druckermenü unter den Verbrauchsmaterialinformationen. Alternativ zeigt Ihnen der Tinte-&-Toner-Finder nach Auswahl des Geräts die passenden Teile.
In kompakten Lexmark-Monolasern ist der Fotoleiter meist ein eigenständiges Bauteil, in das die Tonerkartusche eingeschoben wird. Hier reicht in der Regel ein einzelner Ersatz-Fotoleiter, den Sie bereitlegen, sobald die erste Warnung erscheint.
Bei hohem Druckvolumen kommen Geräte mit größeren Trommeleinheiten zum Einsatz. Hier lohnt es sich, den Verbrauch über die Statusseite zu beobachten und den Fotoleiter in die regelmäßige Bestellplanung aufzunehmen – gemeinsam mit Toner und gegebenenfalls Wartungskits.
Lexmark-Farblaser arbeiten mit vier Belichtungseinheiten oder Imaging Kits. Weil Schwarz in der Regel häufiger gedruckt wird, verschleißt die Schwarz-Einheit oft früher. Prüfen Sie daher, ob Ihr Gerät getrennte Kits für Schwarz und Farbe verwendet – dann müssen Sie nicht alle Farben gleichzeitig tauschen.
Wer viele baugleiche Lexmark-Drucker betreibt, profitiert von einer zentralen Liste mit Gerätetyp, Standort und Artikelnummer des Fotoleiters. So lässt sich ein kleiner Vorrat für den gesamten Bestand vorhalten, statt für jeden Standort einzeln zu bestellen.
Lexmark gibt die Lebensdauer von Fotoleitern in Seiten an, häufig mit dem Zusatz einer angenommenen Seitenzahl pro Druckauftrag. Der Grund: Gezählt werden im Gerät Umdrehungen, nicht Blätter. Jeder Auftrag hat Anlauf- und Nachlaufphasen, in denen sich die Trommel dreht, ohne zu drucken. Wer viele einzelne Seiten druckt, erreicht deshalb weniger Seiten als angegeben; wer lange Dokumente am Stück druckt, oft mehr.
Beispielrechnung mit angenommenen Werten: Ein Fotoleiter ist für 60.000 Seiten bei durchschnittlich drei Seiten pro Auftrag ausgelegt. Druckt ein Empfang überwiegend Einzelseiten, etwa Lieferscheine, kann die tatsächliche Laufleistung spürbar darunter liegen. Druckt die Buchhaltung dagegen lange Listen, wird der Wert häufig erreicht oder überschritten. Kostet der Fotoleiter in diesem Beispiel 60 Euro, entspricht das rechnerisch etwa 0,1 Cent pro Seite – ein kleiner Anteil an den gesamten Druckkosten.
Weitere Faktoren, die die Lebensdauer beeinflussen:
Der Drucker zählt die Umdrehungen und meldet rechtzeitig „Fotoleiter fast verbraucht“ bzw. „Photoconductor low“. Ab dieser Warnung lässt sich in der Regel noch eine Weile weiterdrucken – planen Sie den Ersatz jetzt ein. Bei „Fotoleiter ersetzen“ ist das Ende der vorgesehenen Laufleistung erreicht; manche Geräte drucken dann noch mit Einschränkungen, andere stoppen. Den aktuellen Stand finden Sie auf der Menüeinstellungs- oder Statusseite, die sich über das Bedienfeld oder den integrierten Webserver des Druckers aufrufen lässt.
| Fehlerbild | Häufige Ursache | Was Sie tun können |
|---|---|---|
| gleichmäßiger Grauschleier auf der ganzen Seite | Fotoleiter verschlissen | Fotoleiter tauschen |
| wiederkehrende Punkte oder Striche im festen Abstand | Beschädigung der Trommeloberfläche | Abstand mit Trommelumfang vergleichen, Fotoleiter tauschen |
| helle, verblasste Seite insgesamt | Toner fast leer oder Sparmodus aktiv | Tonerstand und Druckdichte prüfen |
| senkrechte helle Streifen | Toner ungleich verteilt oder Laserfenster verschmutzt | Kartusche schütteln, Druckkopflinse nach Anleitung reinigen |
| senkrechte dunkle Linie | Kratzer auf dem Fotoleiter oder verschmutzte Laderolle | Fotoleiter prüfen und ggf. tauschen |
| Toner lässt sich abwischen | Fixiereinheit oder falsche Papiersorte | Medieneinstellung prüfen, Fixiereinheit warten |
| Meldung trotz neuem Fotoleiter | Teil nicht korrekt eingerastet oder Zähler nicht zurückgesetzt | neu einsetzen, Anleitung zum Zurücksetzen beachten |
1. Drucker eingeschaltet lassen oder nach Anleitung ausschalten und die vordere Klappe öffnen. 2. Tonerkartusche und Fotoleiter gemeinsam entnehmen, bei Farbgeräten die betroffene Einheit bzw. das Kit. 3. Tonerkartusche vom alten Fotoleiter lösen – meist über einen Entriegelungsknopf. 4. Neuen Fotoleiter auspacken, Verpackungsmaterial und Schutzabdeckung entfernen. Die glänzende Oberfläche nicht berühren. 5. Tonerkartusche in den neuen Fotoleiter einsetzen, bis sie hörbar einrastet. 6. Einheit in den Drucker schieben, Klappe schließen. 7. Falls der Drucker fragt, bestätigen, dass ein neuer Fotoleiter eingesetzt wurde, und eine Testseite drucken.
Arbeiten Sie zügig und nicht in direktem Sonnenlicht – schon wenige Minuten intensiver Lichteinfall können die Beschichtung beeinträchtigen.
Fotoleiter sind lichtempfindlich. Packen Sie sie erst unmittelbar vor dem Einbau aus, setzen Sie sie nicht direktem Sonnen- oder Lampenlicht aus und berühren Sie die Oberfläche nicht, da Hautfett Flecken im Druckbild erzeugt. Gelagert wird kühl, trocken und waagerecht in der Originalverpackung. Nach einem Transport im Winter sollte das Teil einige Stunden bei Raumtemperatur akklimatisieren, damit sich kein Kondenswasser bildet.
Original-Fotoleiter von Lexmark sind exakt auf Toner, Ladungssystem und Zählwerk des Geräts abgestimmt. Für verbreitete Modelle gibt es auch kompatible Fotoleiter, die eine günstigere Alternative für den Bürodruck darstellen können. Achten Sie dabei auf die ausdrücklich genannten Gerätemodelle und Originalnummern. Mehr zur grundsätzlichen Abwägung lesen Sie im Beitrag Original oder kompatibel?.
Verbrauchte Fotoleiter gehören nicht in den Restmüll. Lexmark betreibt ein eigenes Rücknahmeprogramm für leere Verbrauchsmaterialien; alternativ nehmen spezialisierte Entsorger Druckerverbrauchsmaterial an. Verpacken Sie das alte Teil am besten im Karton des neuen, damit kein Restoner austritt.
Nein. Der Toner wird in der Regel mehrmals gewechselt, bevor der Fotoleiter an der Reihe ist. Tauschen Sie jeweils nur das Teil, das der Drucker meldet.
An der Artikelnummer auf dem eingesetzten Teil, in der Verbrauchsmaterialübersicht des Druckermenüs oder an der Geräteliste auf der Produktseite.
Ja. Je nach Modell gibt es eine gemeinsame Einheit, getrennte Kits für Schwarz und Farbe oder separate Einheiten pro Farbe.
Technisch keiner – Fotoleiter ist die Lexmark-Bezeichnung für das Bauteil, das bei anderen Herstellern Bildtrommel oder Trommeleinheit heißt.
Typisch ein Vielfaches einer Tonerkartusche, oft mehrere zehntausend Seiten. Die tatsächliche Laufleistung hängt stark davon ab, wie viele Seiten pro Druckauftrag gedruckt werden.
In der Regel ja, solange das Druckbild sauber ist. Bestellen Sie den Ersatz aber jetzt, damit Sie bei der Meldung „Fotoleiter ersetzen“ sofort tauschen können.
Prüfen Sie, ob Schutzfolien vollständig entfernt wurden und die Einheit eingerastet ist. Bleibt der Schleier, können Toner, Laderolle oder Papiersorte die Ursache sein.